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Was ist ein ETF? – Der Einstieg in passives Investieren

ETFs gehören zu den beliebtesten Anlageprodukten weltweit – und das aus gutem Grund. Wir erklären, was ein ETF ist, wie er funktioniert und warum er für viele Anleger die ideale Lösung ist.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Geldanlage beschäftigt, stolpert schnell über den Begriff ETF. Aber was steckt dahinter – und warum empfehlen ihn so viele Finanzexperten?

Was bedeutet ETF?

ETF steht für Exchange Traded Fund, auf Deutsch: börsengehandelter Indexfonds. Ein ETF bildet die Wertentwicklung eines bestimmten Index nach – etwa den ATX (die größten österreichischen Unternehmen), den S&P 500 (die 500 größten US-Firmen) oder den MSCI World (über 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern).

Kurz gesagt: Wenn du einen ETF auf den MSCI World kaufst, investierst du automatisch in all diese Unternehmen gleichzeitig.

Wie unterscheidet sich ein ETF von einem aktiven Fonds?

Bei einem aktiv gemanagten Fonds entscheidet ein Fondsmanager, welche Aktien er kauft oder verkauft – mit dem Ziel, besser als der Markt abzuschneiden. Das kostet Zeit und Geld: Jährliche Verwaltungsgebühren von 1,5–2 % sind keine Seltenheit.

Ein ETF hingegen bildet den Index passiv nach. Es braucht keinen Fondsmanager, der täglich Entscheidungen trifft. Die Kosten sind entsprechend niedrig – oft unter 0,2 % pro Jahr.

Studien zeigen, dass die Mehrheit aktiver Fonds langfristig schlechter abschneidet als ihr Vergleichsindex. Niedrige Kosten sind ein unterschätzter Vorteil.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

  • Breite Streuung: Ein einziger ETF kann hunderte oder tausende Unternehmen abdecken
  • Niedrige Kosten: Geringe laufende Gebühren (TER meist unter 0,5 %)
  • Flexibilität: Wie Aktien an der Börse handelbar – jederzeit kaufbar und verkaufbar
  • Transparenz: Du weißt immer genau, in welche Unternehmen dein Geld fließt
  • Einfachheit: Ideal für Anleger, die nicht ständig ihr Portfolio überwachen wollen

Für wen eignet sich ein ETF?

ETFs eignen sich besonders gut für:

  1. Berufseinsteiger, die mit kleinen Beträgen beginnen wollen
  2. Sparpläne, bei denen monatlich automatisch investiert wird
  3. Langfristige Anleger, die von der Kraft des Zinseszinses profitieren möchten
  4. Alle, die ihr Geld breit streuen und Risiken minimieren wollen

Was du beachten solltest

ETFs sind kein risikofreies Investment. Der Markt kann auch fallen – das hat die Finanzkrise 2008 oder der Corona-Crash 2020 gezeigt. Wer jedoch langfristig investiert (10 Jahre und mehr), hat historisch gesehen immer eine positive Rendite erzielt.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen thesaurierenden ETFs (Dividenden werden automatisch reinvestiert) und ausschüttenden ETFs (Dividenden werden ausbezahlt). Welcher der Richtige ist, hängt von deiner persönlichen Situation und Steuerstrategie ab.

Fazit

ETFs sind ein mächtiges Werkzeug für den langfristigen Vermögensaufbau – einfach, günstig und transparent. Sie sind kein Allheilmittel, aber für viele Anleger ein hervorragender Einstieg.

Du bist unsicher, welcher ETF zu dir passt oder wie du einen Sparplan einrichtest? Wir beraten dich gerne kostenlos und unverbindlich.

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